Dann wurden parlamentarischen Vorstösse, die eingereicht und beantwortet wurden, besprochen.
Angeregte Diskussionen gab es bei der Behandlung der Sonderjagdinitiative, die die Regierung für ungültig erklären will. Gemäss eingeholten Gutachten kommt die Regierung zum Schluss, dass diese Initiative gegen Bundesrecht verstösst. Nach eingehenden Beratungen kommt FDP Fraktion zum Schluss, dass diese Initiative klar abzulehnen sei. Hingegen ist man zum Teil der Auffassung, dass diese Initiative trotzdem als gültig gelten soll.
Wie alle anderen Kantone ist auch der Kanton Graubünden im 2010 dem Konkordat über Massnahmen gegen Gewalt bei Sportveranstaltungen beigetreten. Die nun zur Diskussion gestellte Ergänzung des Konkordates sieht eine Bewilligungspflicht für Fussball- und Eishockeyspiele der obersten Liga vor. Dies betrifft heute in Graubünden einzig den HCD. Die Bündner FDP.Die Liberalen Graubünden unterstützt die von der Bündner Regierung vorgelegte Ergänzung des Konkordates. Sie geht davon aus, dass infolge der guten Fanarbeit des HCD keine zusätzlichen Auflagen verfügt werden sollten.
Die FDP Fraktion begrüsst zudem den Beitritt zum Konkordat über private Sicherherheitsdienstleistungen. Sie erachtet eine klare Abgrenzung zu den polizeilichen Tätigkeiten für notwendig und begrüsst die Bewilligungspflicht, mit welcher minimale Rahmenbedingungen für Unternehmungen im Sicherheitssektor geschaffen werden. Da die Bewilligungen im gesamten Konkordatsgebiet gültig sind, weist die FDP allerdings darauf hin, dass das Konkordat nur dann Sinn macht, wenn auch alle Kantone dem Konkordat beitreten.
Der Grosse Rat wird sich anlässlich der Februar-Session mit den Konkordaten „Konkordat über private Sicherheitsdienstleistungen" und mit dem geänderten „Konkordat über Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen" befassen. Beide Geschäfte fanden bei der FDP Fraktion Zustimmung.