FDP.Die Liberalen Graubünden: Abstimmungsparolen und Wahlen an der Generalversammlung in Cazis – klares JA zur Asylgesetzrevision

An der ordentlichen Generalversammlung der FDP.Die Liberalen Graubünden vom Mittwoch 29.5.2013 in der Bündner Arena in Cazis wurden die eidgenössischen Abstimmungsparolen vom 9. Juni 2013 gefasst. Weiter wurden die statutarischen Traktanden behandelt, darunter unter anderem die Wahl von Claudia Bundi, neue Präsidentin der FDP Frauen in die Geschäftsleitung. Verabschiedet aus der Geschäftsleitung unter Verdankung wurde Grossrätin Annemarie Perl, Pontresina, die vor einiger Zeit ihren Rücktritt erklärt hatte. Die umfassenden Jahresberichte des Parteipräsidenten Michael Pfäffli und Fraktionschefs Rudolf Kunz, wurden zur Kenntnis genommen und mit Akklamation genehmigt. Ebenfalls die letztmals von Urs Marti präsentierte und kommentierte Rechungsablage 2012 samt Budget 2013 fand die Zustimmung der Delegierten.

Regierungsrat Christian Rathgeb stellte die Referendumsvorlage „Aenderung des Asylgesetz" vor. Es stellte fest, dass der Handlungsbedarf unbestritten sei. Ziel der Revision sei es, partielle Einschränkungen und Massnahmen für die Neustrukturierung des Asylwesens vorzunehmen so unter anderem Betrieb eines Bundeszentrums bis drei Jahre ohne Einwilligung von Kanton und Gemeinde. Er erwähnte verschiedene zentrale Punkte der Revisionen: Desertion sei kein Asylgrund mehr, Botschaftsgesuche werden abgeschafft, Verfahren sollen maximal 100 Tage dauern usw. Weiter soll mehr Sicherheit für die Bevölkerung im Umkreis von Asylunterkünften geschaffen werden. Für die Kantone bedeutet diese Gesetzes-Revision vor allem weniger Zuweisungen, Rückgang von schwierigen Vollzugsaufgaben, Erhöhung der Sicherheit und Rückgang der Kriminalität.

Die zweite Bundesvorlage, Volksinitiative "Volkswahl des Bundesrates" wurde von Grossrätin Angela Casanova, Domat/Ems vorgestellt. Sie vermochte die Delegierten mit ihren Argumenten, dass diese Initiative abzulehnen sei, zu überzeugen. Das bisherige System hätte sich bewährt, Parteien, Geschlechter, Sprachregionen, ländliche und urbane Gebiete seien angemessen vertreten und bevölkerungsstarke Kantone würden gegenüber die ländlichen Regionen bevorzugt. Als weitere Gegenargumente führte sie auf, dass der Aufwand von Bundesräten und den Parteien enorm seien und zwar in zeitlicher wie auch finanzieller Hinsicht. So würden auch Blockierungen zunehmen, der Bundesrat als Ganzes würde nicht mehr wahrgenommen (Ende des Kollegialprinzips), die Bundesversammlung würde dadurch geschwächt.

 

Die Abstimmungs-Parolen der Bündner FDP.Die Liberalen lauten wie folgt:

 

Änderung des Asylgesetzes (AsylG)

    57 JA - Stimmen

Volksinitiative «Volkswahl des Bundesrates»

 56 NEIN - Stimmen

     2  JA - Stimmen