FDP.Die Liberalen Graubünden: JA zu einer zweiten Tunnelröhre am Gotthard

In diesen Tagen hat die Büdnner Regierung Stellung bezogen zur Notwendigkeit einer zweiten Tunnelröhre am Gotthard. Sie unterstützt den Entscheid des Bundesrates, der sich wie die FDP Graubünden klar ebenfalls für eine zweite Tunnelröhre ausgesprochen hatte. Eine andere Lösung gibt es nach Auffassung der Bündner FDP. Die Liberalen nicht, das Problem während der Sanierung des bestehendenden Tunnels zu bewältigen.

Die Bündner FDP fordert bereits seit 2002 eine 2. Gotthard-Tunnelröhre. Immer wieder äusserte sie sich weiter, als es gemäss den Bundesinstanzen, vor allem des Bundesrates, darum ging, den massiven Umverkehr während der Tunnelsanierung in den Jahren 2018-2020 über die San Bernardino-Route zu leiten. Ein Ansinnen, das aus bekannten Gründen nie hätte bewilligt werden dürfen. Zu Recht hatte sich die Bündner Regierung immer wieder, wie auch in der aktuellen Stellungnahme für eine zweite Tunnelröhre ausgesprochen. Der Entscheid des Bundesrates kommt sehr spät. Es wurde viel Zeit verloren. Trotzedem muss alles daran gesetzt werden, dass das Projekt nun zügig vorangetrieben werden kann.

Eine tadellos funktionierende Infrastruktur ist ein zentraler Faktor für den starken Wirtschaftsstandorts Schweiz – und damit für sichere Arbeitsplätze. Der Gotthardtunnel als wichtigste Nord-Süd-Verkehrsachse gehört zweifellos dazu. Aus Sicht der Bündner FDP.Die Liberalen sind die Kosten für eine provisorische Lösung zu hoch. Das Tessin über eine lange Zeit quasi vom Rest des Landes abzuschneiden, wäre zudem eine Zerreisprobe für den Zusammenhalt der Schweiz. Durch den späteren zugesicherten einspurigen Betrieb zweier Röhren ohne Erhöhung der Kapazität kann die unabdingbare Sicherheit erhöht werden, ohne den verfassungsmässigen Alpenschutz zu untergraben.