Eine (knappe) Mehrheit der Bündner Bevölkerung lehnt die Kandidatur Graubündens für die Olympischen Winterspiele 2022 ab. Die Bündner FDP bedauert das Abstimmungsergebnis. Der Entscheid der Bündner Stimmberechtigten ist zu respektieren ohne wenn und aber. Das Nein hat verschiedene Gründe, die es zu analysieren gilt. Die zum Teil unklaren Aussagen rund um das Olympiabudget und eine allfällige Defizitgarantie des Bundes sowie die Reduktion des Durchführungsbudgets um 300 Mio. Franken haben offenbar die Stimmberechtigten verunsichert. Dazu kamen Befürchtungen bezüglich des «IOC-Diktats» und eines überbordenden «Olympia-Gigantismus». Generell ist es offensichtlich nicht gelungen, die Bedenken der Bündnerinnen und Bündner zu entkräften.
Die Vorteile, welche Olympia dem ganzen Kanton gebracht hätte, konnten leider im kurzen Abstimmungskampf nicht vollumfänglich dargestellt werden. .
Die einmalige Chance ist damit vertan, welche die Olympischen Winterspiele der Bündner Wirtschaft, den Infrastrukturen, dem ganzen Kanton Graubünden und der Bevölkerung gebracht hätten. Die grosse Herausforderung ist es nun, Alternativen zu finden, die ähnliche Impulse für den Kanton auslösen können. Die Bündner FDP wird genau hinsehen, ob die Olympia-Gegner sich an der Suche und der Umsetzung von Alternativprojekten aktiv beteiligen werden, wie sie dies im Abstimmungskampf immer wieder vorgeschlagen und gefordert haben.